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Afrika fur wenig Geld - Sud-Afrika

Sanft setzen die Räder auf der Landebahn auf. Fasziniert schauen wir aus dem Fenster: Ein strahlend blauer Himmel über der roten Erde Südafrikas. Meine irische Freundin und ich freuen uns auf das Land, das wir als Rucksacktouristen erkunden wollen.

Da unser Studentenbudget Mietautos, Hotels und den Besuch teurer Wildreservate nicht erlaubt, haben wir uns entschlossen, Südafrika mit dem Bus zu bereisen. Zuerst müssen wir uns aber um unsere Bleibe für die erste Nacht kümmern. In der Ankunftshalle auf dem Flughafen Johannesburg gibt es einen Schalter für Rucksacktouristen. Von dort rufen wir kostenlos die schon in Europa gebuchte Backpacker's Lodge an und fragen, ob man uns kostenlos abholen könne. Wir hatten mit der “Shoestrings Airport Lodge” schon über das Internet Kontakt. Es dauert nur einige Minuten, bis der VW Bus kommt. Fast alle Häuser, in denen wir in den nächsten zwei Wochen übernachtet haben, bieten Schlafsäle für 4 bis 8 Personen, sogenannte dorms. Die Übernachtung dort kostet um die 60 Rand. Pro Person im Doppelzimmer werden ca. 120 Rand verlangt. Wer ein eigenes Badezimmer hat, zahlt noch ein bisschen mehr. Aber da hören die Gemeinsamkeiten der Lodges auch schon auf. Mit einer Ausnahme: Fast überall, wo wir gewohnt haben, gab es einen Pool. Außerdem versuchen alle Lodge-Besitzer, ihren Gästen etwas Besonderes oder besonders Originelles zu bieten.

So hat unser erster Gastgeber Rob eine Bar aus Bleach gebaut, das normalerweise fur die Dacher der Hutten in den Townships verwendet wird. Hier treffen wir an Abend die anderen Gaste, wobei diejenigen, die ihre Reise hier beenden und morgen zuruckfliegen, besonders viel erzahlen konnen. Zum Beispiel Franziska und ihre Freundin, beide Studetinnen aus Koln , die view Wochen lang da Land bereist haben. ,,Der Hohepunkt” , erzahlen sie, ,, waar eine dreitagige Zeltsafari im Kurgerpark. Ungalblich schon. “Und nict zuteuer?,, Nein, es war Teil des Pakets, das wir beim Baz Bus gebucht hatten.”

Schon am nachsten Tag geht die Fahrt weiter entlang der Ozeankuste. In jedem der Ortchen mit englishem Namen verlassen einige Mitreisende den Bus, andere steigen zu. Man bleibt, woe s sinem gefallt. Wir verlassen das traditionelle Reich der Zulus und kommen ins Eastern Cape .

Die StraBe fuhrt ins Landesinere. In umtata in der Transkei steigen wir aus, aber sind noch nict am Ende der heuitgen Reise. An der uns nach Coffee Bay bringt. Noch einmal 100 Kilometer und dann erreichen wir einen der schonsten Flecken an der Kuste des Indischen Ozeans. Es gibt hier nur ein Hotel und drei Hostels und die StraBe ist sogar geteert. In Zeiten der Apartheid und der Homlands hatte sich einer der Fuhrer der Transkei in Coffee Bay ein Ferienhaus gebaut – und die StraBe gleich dazu.

Fast am Strand lieft die Cofffee Shack, eine Backpackers Lodge der Spitzenklasse. Hier Konnten wir noch Wochen bleiben. Den Sonnenuntergang genieBen wir bei einem kuhlen Bier von einem Pateau an der Steilkuste. Sonntags warden alle Gaste zu einem,, Potjie” eingeladen.

Das ist eine Art Gulasch, das im Topf uber offenem Feuer zubereitet wird. Freitags wird ein kultureller Abend angeboten, mit Essen , Gesang und Tanz der Xhosas. Dazu gibt es das selbstgebraute Mgombothi – Bier. Und bei Vollmond wird das Abendssen unter freiem Himmel serviert. Es hat Zwei Gange und kostet 35 Rand. Meistens gibt es Fisch Frisch aus dem Meer.

Erst einige Tage spatter machen wir und wieder auf den Weg nach Umtata . Von dort fahren wir in das Kustenortchen Cintsa an der Wild Coast. Das ist nicht weit von East London entfernt, wo Mercedes eine Produktionsstatte hat. Unsere Herberge, das Buccanneer's is tuber die Grenzen Sudafrikas hinaus bekannt. Zu Recht: 25 Morgen umfasst die Anlage, mehr ein Dorf als ein Gastehaus, entlang goldener Strande und gewaltiger Sanddunnen mit einer herrlichen Aussicht auf den Ozean und die Lagune.

Fur Sportbegeisterte gibt es kostenlos Kanus, Body- und Surfboards.

Eine Kletterwand nutzen die Gaste auch zum Abseiling und der Wein, der am Abend zum Sundowner auf der Bootsfahrt gereicht wird, geht auf Kosten des Hauses. Neben den ublichen Zimmern bieten die Gastgeber auch Safari-Zelte an, fur 140 Rand pro Nacht und Person.

,,Away with the Fairies” ist der schone Name unserer nachsten Lodge in Hogsback, einem kleinen Dorfchen etwa 120 Kilometer von Cintsa entfernt im Landesinneren. Es liegt in der Mitte von nirgendwo. Umgeben von Regenwald, Wasserfallen, Bergketten und einer atemberaubenden Landschaft ist es eines der spirituellen Zentren Sudafrikas.

Baz Bus, das ist das Zauberwort. Auch wir warden unsere Reis emit diesem ungewohnlichen Bus-Unternehmen machen. Es ist ein,, Hop-on, Hop-off Tur-zu-Tur-Service fur Rachsacktouristen. Dabei ist Backpackers nur ein Begrifff fur die spontane Art zu risen. Naturlich kann man auch mit Koffer unterwegs sein. Ein Anruf genugt und die Reisenden warden am nachsten Tag von ihrer Lodge abgeholt und fahren entlang bestimmmter Routen so wiet sie wollen.

Die erfolgreiche Idee hatte der Sudafrikaner Barry Ziedel. Selbst ein eingeschworener Backpaker fan der, daas sein Land fur die Liebhaber dieser Reiseform zu wenig bot. und so begann er 1995 mit zwei Bussen, die zwischen Johannesburg/Pretoria und Kapstadt pendelten. Heute kreuzen 15 luxuriose Mercedes Sprinter durch Sudeafrika, mit TV und Video an Bord. Letztes Jahr sind 15.000 Touristen mit dem Baz Bus gereist.

Wir mussen uns entscheiden welche route wir nach Kapstadt nehmen. Es gibt eine Fahrt durch die Drakensberge in Kwazulu-Natal oder durch Swaziland nach Durban . Hilfreich ist bei der Planung der man in jeder Backpackers Lodge kostenlos mitnehmen kann. Hier warden Unterkunfte in unserer Preiskategorie beschrieben. Der Fuhrer ist zwar beguem, aber Achtung: es sind nicht alle Backpackers Lodges aufgefuhrt und uber die Beurteilungen kann man sich straiten. Ein Lonely-Planet-Reise- furhrer zum Beispiel bietet mehr und zurverlassigere Information.

Weil die anderen Gaste uns zuraten, entscheiden wir uns fur die Swaziland-Route und buchen auch gleich die nachsten Ubernachtungen sowie die Abholung am nachsten Morgen. Fur eine Fahrt Zum Krugerpark ist es allerdings zu aus gebucht warden.

Wie einer der Gaste es ausdruckte:,,Ich WeiB nicht, was ist, aber ich fuhle eine besondere Engergie. Auch wir sind beruhrt, als wir in derDammerung in einem Baumhaus sitzen und Kap-Papageien und Samango-Affchen beobachten.

Weiter geht es dann nach Port Elizabeth . Wie in Durban verbringen wir auch hier nur einen Tag und ubernachten im Kings Beach Backpackers, das uns empflen wurde. Es liegt ideal zwischen Strand und Stadt und bietet Auchfluge zum Addo Elephant an.

In der Eingangshalle des Gastehauses sehen wir an diesem Abend viele Surfboards. Das ist ein sicheres Zeiceh, dass wir uns Jeffreys Bay nahern, der Heimat der perfekten Welle. Schon die Beschreibung der Strande am Abend in der Bar macht Lust auf die Weiterreise.

Jefferys Bay ist ein Traumziel fur Surfer: Endlose Strande, herrliche Wellen, lauter gutaussehende Menschen mit goldbraunem Teint und sonnengebleichten Haaren. Wir treffen Lisa und Tom. Beide arbeiten als Kellner in Kapstadt und immer, wenn sie genug Geld verdient haben, kommen sie fur einige Wochen hierher.

Wir teilen un seine Wohnung im Christal Cove, das nur 150 Meter vom Strand entfernt liegt. Im Billa Bong Surf Shop warden uber 200 Boards zum Mieten und zum Verkauf angeboten. Auch wir versuchen unser Gluck. Naturlich lernt man Wellenreiten nicht uber Nacht, aber es ist ein gutes Gefuhl, wenn man es trotzdem versucht hat und am Abend bei der Diskussion uber die Wellen mitreden kann.

Jefferys Bay ist auch der Ort, wo viele Reisende eine zusatzliche Tasche erstehen. Denn in den Factory Shops von Billabong und Quicksilver sehr niedrigen Preisen.

Unser letzer Stopp auf der Reise nach Kapstadt ist Plettenberg Bay . Hier konnen wir uns nicht entscheiden, wo wir ubernachten sollen. In den langen Stunden im Bus reet man neturlich mit den Mitreisenden daruber, woe s am Schonsten ist, welchen Strand man besuchen soll und wo man ein wunderbares Abendessen fur winig Geld bekommt. In ,, Plett wurden sowohl das Stanley Island Backpackers als auch das Albergo for Backpackers so empfohlen, dass wir beide ausprobieren. Eine gute Entscheidung, denn beide sind vollig unterschiedlich.

Stanley Island ist die einzige Insel in Sudafrika, die einem Privatmann gehort. Sie liegt mitten im Keurbooms River , der funf Kilometer vor Plettenberg ins Meer FlieBt. Eigentlich war fur die Insel ein gehobenes Hotel geplant. Das hat Vorteile fur uns. Wir wohnen in fast luxuriosen, strohgedeckten Cottages und Konnen von der Terrasse Seeadler und Eisvogel beobachten oder die Kleinen Bocke, die im Garten grasen.

Lindsay-Jones, 33, hail from Hereford in the UK . Tired of rat-race and nine-Sieben Uhr am nachsten Tag. Eigentlich etwas fruh nach der lustigen Party an Vorabend. Aber darauf stellen wir uns wohl besser ein, denn in jeder Backpackers Lodge ist Party angesagt wenn man will.

Folglich dosen die moisten Mitreisenden im Bus. Zu unserer Uberraschung sin des keineswegs nur Leute in unserem Alter. Das Musikvideo ist noch nicht auf volle Laautstarke gestellt und schnell lassen wir den Verkehr der GroBstadt Johannesburg hinter uns.

Nach der ersten Pause erwacht Leben im Bus. Jum, unser Fahrer, beantwortet geduldig die Fragen. So erzahlt er, dass Swaziland die letzte absolute Staatsmonarchie des schwarzen Kontinents ist. Der junge Konig wurde zwar in England ausgebildet, herrscht aber uneingeschrankt. Jedes Jahr wahlt era us den jungen Schonen seines Landes eine neue Ehefrau. Sein Lebensstil ist auBerst pompos, seine Untertanen aber leben in Armut.

Von all dem merken wir nichts, als wir bei Nisela Safaris ankommen, unserer Bleeibe fur die nachsten beiden Nachte. Die Wildfarm im Osten des kleinen Konigreiches bietet Ubernachtungsmoglichkeiten fur jeden Geldbeutel. Backpacker sind zu zweit in kleinen, traditionaellen Swazi-Rundhutten untergebracht, die aussehen wie groBe Bienenstocke. Duschen und Toiletten befinden sich in einem Gebaude.

Die Landschaft ist uberwaltigend. Wir spuren, dass wir in Afrika sind noch bevor wir eine Fahrt durch den Naturpark machen, um GroBwild zu sehen.

Die Lodge ist nur mit dem Boot zu erreichen und es gibt einen 24-Stunden-Fahrdienst.

Die Albergo fur Backpackers liegt mitten in dem kleinen, lebhaften Ort. Der Strand ist in Laufweite, und vom Zimmer hat der Gast einen schonen Blick auf die Lagune und den Ozean. Jeden Abend wird im Garten ein groBes Feuer angezundet, auf dem jeder sich sein mitgebrachtes Fleisch grillen kann.

Fur uns geht es morgen weiter nach Kapstadt. Wehmutig schauen wir in die Flammen. Es war eine tolle Reise. Wir haben viel gesehen, viele nette Menschen getroffen und viel uber Sudafrika gelernt.

Und wir wissen jetzt, dass es fur Backpacker, keine Altersgrenze gibt. Wir haben Mitreisende von 18 bis 80 getroffen. Wie schreibt der erfinder des Baz Bus in einer Broschure? ,,Backpacking ist keine Altersfrage. Es ist ein Lebeensstil you feel young at heart.

 
 
 
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